Die Kundin wusste nicht so recht, ob sie das Zeug zur Einzelunternehmerin hat und ihre Idee auf dem Markt erfolgreich sein könnte.
Beim Kennenlerngespräch habe ich eine leidenschaftliche, enthusiastische und intelligente Frau angetroffen. Sie wusste, von was sie redete. Und sie wusste, was sie wollte: eigenermächtigtes und selbstbestimmtes Geschäften!
Von der Idee zum Produkt
Aber wie bloss soll sie Fuss in dieser digitalen Welt fassen? Ein Freund sagt mir einst:
Die Idee ist fünf Prozent, die Umsetzung 95% !
Viele gute Ideen versanden, weil der Start misslingt, der Fokus nicht genügt, die Ausdauer und Disziplin zu kurzfristig orientiert sind, das Startkapital mangelt, und und und. Doch eines ist sicher: wer nicht beginnt, gibt dem Erfolg keine Chance!
Mit der Kundin zusammen wurde die Idee niedergeschrieben und daraus eine erste Unternehmensvision erstellt: wer bin ich, was will ich, wieso bin ich die Richtige.
Gleich darauf skizzierten wir das erste Produkt und auch hier folgte sogleich die Produktvision in einem ersten Entwurf.
Innert kürzester Zeit lag ein mögliches erstes Produkt auf dem Papier vor, das voll und ganz im Einklang mit der Vorstellung der Kundin stand.
Bedürfnis abtesten
Will jemand dieses Produkt nutzen? Von Kaufen ist hier noch gar nicht die Rede!
Die Kundin hat mit einfachsten Mitteln ein selbsterstelltes Kurzvideo über ihr potentielles Produkt erstellt. Darauf erzählt sie authenthisch und mit einfachen, eigenen Worten, was sie anbieten wird. Zum Schluss die Bitte, bei Gefallen auf den „Ich will mehr Infos“-Knopf klicken.
Das Video wird auf den eigenen, in den Anfängen stehenden Instagram-Kanal gestellt und geteilt. Und die Reaktionen gezählt. Es ergibt ein erstes Gefühl, ob ein Interesse am Markt besteht.
Schnell auf die Nase fliegen und daraus lernen
In der digitalen Welt ist es von zentraler Bedeutung, schnelle Feedback-Loops zu suchen. Vieles wird scheitern. Die Lernschritte mögen noch so klein sein, ohne Erfahrung am Markt wird es nicht gehen. Lieber 100 kleine Würfe versuchen als den einen grossen weltverändernden Megawurf zu wagen. Letzteres ist eine Illusion und nur ganz wenigen vorbehalten.
Branding – die digitale Währung
Die Kundin zeigt die nötige Ausdauer und Resilienz und baut Schritt um Schritt ihr eigenes Business auf. Zuerst nur in Teilzeit und ohne nennenswerte Einnahmen. Doch steter Tropfen höhlt oft den Stein. Der Ruf – neudeutsch „Branding“ – ist gerade im digitalen Raum enorm wichtig. Diesen gilt es, sich über ehrliche, authentische Art und mit organischen (nicht gekauftem) Wachstum zu erarbeiten.
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